Borkenkäferbefall im Waldviertel besonders hoch

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Borkenkäfersituation verschlimmert sich speziell im Waldviertel. Hohe Temperaturen und ein geringer Niederschlag bieten weiterhin optimale Vermehrungsmöglichkeiten für den Buchdrucker und den Kupferstecher. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen den Waldbesitzern und der holzverarbeitenden Industrie ist essentiell.

Der Borkenkäfer scheint Herr über Österreichs Wälder geworden zu sein. Die 2 bis 8 mm großen Insekten bohren sich durch die Rinde von Bäumen und zerstören dabei das Bastgewebe. Das Hauptproblem des befallenen Baumes besteht jedoch in der Anlage des Brutsystems, wodurch der Saftstrom unterbrochen wird. Dadurch sterben die Bäume normalerweise innerhalb einer kurzen Zeit ab (Käferbäume).

Laut dem Bundesforschungszentrum für Wald (www.bfw.ac.at) befallen die Käfer der ersten Generation nun weitere Bäume in den Hochlagen, während sich in den tiefen Lagen die zweite Generation entwickelt.

2017 gab es mehr Schadholz als jemals zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Prognosen gehen davon aus, dass 2018 dieser Rekordwert übertroffen wird.

Schuld an der Eskalation der Borkenkäfersituation ist der Klimawandel, welcher optimale Bedingungen für die Entwicklung des Buchdruckers in unsere Wälder bringt. Der letzte Winter fiel im Norden und Osten von Österreich überdurchschnittlich trocken aus. Weitere Niederschlagsdefizite wurden im März und April registriert. Die Situation wird nochmals verschärft durch Trockenschäden aus den Vorjahren.

Der Fokus liegt in der gegebenen Situation bei der aktiven Waldpflege. Gesunde Fichten müssen geschützt werden, indem die vom Borkenkäfer befallenen Bäume möglichst schnell entfernt oder unschädlich gemacht werden. Hier liegt momentan die größte Schwierigkeit. Laut Franz Kepplinger, Obmann des Waldverbandes Österreich, wird eine zeitnahe Abfuhr der gesamten anfallenden Käferholzmengen nicht möglich sein, wenn die heurige Menge an Käferholz um ein Viertel höher ist als im Vorjahr. Der Transport zu weiterverarbeitenden Betrieben stellt aufgrund der großen Schadholzmenge eine große Herausforderung dar.

Wir als NAWARO fühlen uns verantwortlich für das Waldviertel. Wir leisten unseren Beitrag zur Waldhygiene, indem wir fast ausschließlich Schadholz für unsere Holzkraftwerke verwenden. Der gelieferte Brennstoff stammt derzeit zu mindestens 90% aus Schadholzaufarbeitung, beziehungsweise Maßnahmen zur Waldhygiene.

Herzliche Grüße

NAWARO ENERGIE Betrieb GmbH

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