BIOEM und Biomasseförderungsgesetz

Die 34. Fachmesse für eine lebenswerte und sichere Zukunft in Großschönau ist zu Ende. Vier Tage lang, rund um Fronleichnam, konnten sich die Besucher über erneuerbare Energie, Klimaschutz und Bauen und Wohnen informieren. Auch unser Unternehmen war mit einem Infostand vertreten. Wir informierten unter anderem über unsere drei Biomassekraftwerke in Altweitra, Göpfritz an der Wild und Rastenfeld, die unterschiedlichen Hackgut-Qualitätsstufen und wie aus Waldhackgut Ökostrom und Wärme entsteht.

All das haben wir ein einem kleinen Biomassequiz verpackt, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gab. Diese Chance ließen sich viele Besucher nicht entgehen. Vor allem die Kleinsten unter ihnen waren vom Glücksrad begeistert.

Am Eröffnungstag freuten wir uns über den Besuch von Landeshauptfrau-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf. In Verbindung mit dem Land Niederösterreich konnten wir bei dem kürzlich beschlossenem Biomasseförderungsgesetz auf seine Unterstützung zählen. Durch sein Engagement wurde ein Passus ins Grundsatzgesetz hineinreklamiert, der es ermöglicht, den für einige Anlagen technisch völlig ungeeigneten Brennstoffnutzungsgrad auszusetzen, wenn mehr als 50 Prozent Schadholz eingesetzt werden.

Niederösterreich hat als erstes Bundesland das Ausführungsgesetz zum Biomasseförderungs-Grundsatzgesetz beschlossen. „Dies ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt der Holzkraftwerke. Leider sind die festgesetzten Tarife deutlich zu niedrig. Zusätzlich wird sich das für uns so wichtige Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) aufgrund der Neuwahlen um viele Monate verzögern. Wir brauchen daher jetzt dringend weitere gesetzliche Maßnahmen, die den Betrieb der Holzkraftwerke nach auslaufen der Tarife Ende 2020 ermöglichen.“ appelliert Geschäftsführer Hans-Christian Kirchmeier an die Politik. Es geht um die Versorgung Niederösterreichs mit regional produzierten erneuerbaren Energien. Zahlreiche Besucher unseres Messestandes äußerten große Sorge wegen der Borkenkäferkatastrophe im Waldviertel, deren Ende derzeit nicht absehbar ist. NAWARO übernimmt zu über 90% Schadholz aus der Region und leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung des Käferproblems. Deshalb sind die Holzkraftwerke auf für die Forstwirtschaft so wichtig.

NAWARO beschäftigt 32 Mitarbeiter und sichert inklusive Lieferanten und Dienstleister rund 400 Arbeitsplätze. Damit steigert unser Unternehmen wesentlich die regionale Wertschöpfung. „NAWARO würde gerne 10 bis 12 Millionen Euro in bereits behördlich genehmigte Pelletswerke an zwei Standorten investieren“ so Kirchmeier, und betont weiter: wir haben ein tolles Team, das großartige Arbeit leistet, und verstehen uns auch deshalb als unverzichtbarer Leitbetrieb im Bereich erneuerbare Energien in Niederösterreich.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bürgermeister Martin Bruckner, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und NAWARO-Geschäftsführer Hans-Christian Kirchmeier zeigen auf, wie wichtig Ökostrom für eine gesunde Zukunft ist. 

0 Kommentare

Ihr Kommentar

Hier ist Platz für Ihre Meinung, für Anregungen und Kommentare zum Thema dieses Artikels.
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.